Tipps gegen Tricks in der Verhandlung
Die BATNA-Lösung – Flexible Strategie statt fixer Idee Wer über Geld verhandelt, hat sich oft zuvor ein einen bestimmten Betrag als (geheimes) Limit gesetzt: So viel will ich maximal zahlen oder mindestens erhalten, sonst lasse ich die Verhandlung scheitern. Eine andere, wichtigere Frage geht dabei oft unter: Welche bessere Alternativen haben Sie, wenn die Verhandlung scheitert?
Nehmen wir an, Sie wollen eine Wohnung verkaufen, für die Sie selbst kürzlich 150.000 Euro gezahlt haben. Darunter wollen Sie sich auf keinen Fall einigen! Aber: Ist dieses Limit wirtschaftlich vernünftig? Das können Sie erst beurteilen, nachdem Sie sich Gewissheit verschafft haben, ob Sie bessere Alternativen haben. Was also würden Sie unternehmen, wenn das Mindestgebot unterhalb Ihres Verhandlungsziels liegt? Welche Möglichkeiten haben Sie, wenn Sie nicht mit einem Kaufinteressenten einig werden?
Eine Auswahl der Fragen:
- Welche Kaufsummen werden derzeit in vergleichbarer Lage für ähnliche Objekte gezahlt?
- Wie dringend benötigen Sie den Kaufbetrag? Stehen Ihnen ggf. andere Geldquellen offen und welche Kosten wären damit verbunden?
- Gibt es realistische Alternativen zum Verkauf, zum Beispiel die Vermietung?
- Wenn eine Vermietung gegen Entgelt nicht möglich ist: Könnten Sie einem Mieter die Wohnung zum Beispiel gegen Renovierungsarbeiten überlassen?
- Was würden Sie einsparen?
- Verursacht die Wohnung zwischenzeitlich Kosten, zum Beispiel für die Beheizung im Winter?
- Haben Sie Interesse an speziellen Leistungen, die der Käufer zusätzlich zum Kaufpreis erbringen könnte?